Prognose zur Halbjahresbilanz: Wachstum bis zu drei Prozent

Das erste Halbjahr 2007 ist für die Flughafen Stuttgart GmbH wie erwartet verlaufen.

21.07.07

Die Passagierzahlen gingen leicht zurück, weil das Touristik-Drehkreuz des Reiseveranstalters TUIfly.com stark reduziert wurde. In den ersten sechs Monaten flogen 4.786.161 Passagiere von und nach Stuttgart, ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Flughafengesellschaft rechnet bis Jahresende mit einer Zunahme der Passagiere um bis zu 3 Prozent. Die Zahl der Starts und Landungen ging ebenfalls leicht zurück. So gab es im ersten Halbjahr 2007 insgesamt 80.108 Bewegungen, das sind 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Geschäftsführer Prof. Georg Fundel und Walter Schoefer sehen ihre Prognosen bestätigt: „Nach dem Rekordwachstum von über 30 Prozent in den vergangenen drei Jahren war jedem klar, dass wir auch wieder in ruhigeren Gewässern ankommen würden“, so Schoefer. Sollte der Weltluftverkehr nicht durch externe Ereignisse negativ beeinflusst werden, gehen die beiden Geschäftsführer bis zum Ende des Jahres von einem Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe aus.

Zu der Frage einer möglichen Ergänzungsbahn sagte Fundel, dass diskussionsreife Ergebnisse im Herbst vorliegen werden. „Die Untersuchungen sind äußerst kompliziert und vielschichtig. Geprüft werden Szenarien auf beiden Seiten der Autobahn A 8 Stuttgart – München“.

Flughafenchef Fundel wies nachdrücklich darauf hin, dass die Erhöhung der Kapazität unabhängig vom Erfolg der Günstigflieger in den vergangenen Jahren ist. „Die Geschäftsmodelle der Airlines konvergieren, in einigen Jahren wird es nur noch das geben, was wir heute unter Günstigfliegern verstehen“. Hinzu kommt, dass bereits jetzt Airlines wegen fehlender Startmöglichkeiten in Stuttgart geplante Maschinen auf anderen Flughäfen ansiedeln. „Die Problematik hat uns bereits eingeholt. Mit einigen Maschinen sind auch die dazugehörenden Arbeitsplätze abgewandert. Die Entwicklung ist zwar noch nicht dramatisch, aber sie zeigt deutlich, wohin die Reise gehen wird, wenn wir unseren Kunden nicht bald eine Perspektive aufzeigen können.“

Weiter Druck macht die Flughafengeschäftsführung beim Thema Landerechte für die Emirates und die Qatar Airlines, die beide nach Stuttgart kommen möchten. „Das Land braucht eine Anbindung an die weltweite Wachstumsregion Nummer 1“, so Fundel. Der Flughafen, dessen Gesellschafter Stadt Stuttgart und Land Baden-Württemberg sowie die beiden Fluggesellschaften suchen weiter den Kontakt mit dem Bundesverkehrsministerium.


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