Winterdienst am Airport beräumt 76 Fußballfelder große Fläche

140 Mitarbeiter sind in Bereitschaft

12.11.07

Der Winterdienst des Flughafens Dresden ist am Wochenende zu seinen ersten großen Einsätzen in dieser Saison ausgerückt. Durch die um 350 Meter verlängerte Start- und Landebahn hat sich die zu beräumende Fläche um rund zwölf Prozent auf 543.100 Quadratmeter vergrößert, was insgesamt 76 Fußballfeldern entspricht.

140 Mitarbeiter der Bereiche Verkehr und Technik
sowie der Abfertigungsgesellschaft PortGround sind für die
Winterdienstbereitschaft ausgebildet.

Der Winterdienst des Flughafens ist 24 Stunden lang in zwei Schichten organisiert und arbeitet eng mit den Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung, der Verkehrszentrale des Airports und dem Deutschen Wetterdienst zusammen.

Pro Schicht sind ein Einsatzleiter, ein Verkehrsleiter vom Dienst, zwei Gruppenleiter und 14 Gerätefahrer in Bereitschaft. Die
Winterdienstbereitschaft begann am 1. November und endet am 31. März 2008.

Nach dem Prinzip "Schieben, Kehren, Blasen" befreit der Winterdienst die Flugzeug-Abstellplätze (245.000 qm), die Start- und Landebahn (171.000 qm), die Rollbahnen (90.600 qm) und die Randstraße (36.500 qm) von Schnee und Eis.
Bis zu sieben Kehrblaszüge, ein Solo-Schneepflug, zwei 320 PS starke Schneeschleudern mit einer Reichweite von 30 Metern, ein Streufahrzeug und ein Surface-Friction-Tester sind im Einsatz. Mit diesem Testfahrzeug werden regelmäßig die Bremswerte auf der Runway gemessen.

Mechanische Räumungstechnik hat aus Umweltschutzgründen Vorrang vor anderen Mitteln. Setzt trotzdem eine Vereisung ein, streut der Winterdienst zusätzlich feuergetrockneten Quarzsand - etwa 50 Gramm je Quadratmeter. Unter extremen Bedingungen darf die Bahn auch mit dem "Clearway 1" enteist werden, ein etwa 50-prozentiges Kaliumacetat mit Essiggeruch.

Bei den Flugzeugen werden Schnee und Eis vor dem Start von den Tragflächen und am Leitwerk entfernt. Spezialfahrzeuge besprühen sie mit einem 60 bis 80 Grad warmen, vollständig biologisch abbaubaren Glykol-Wasser-Gemisch. Es gelangt zusammen mit dem übrigen Oberflächenwasser in die Flughafen-Kanalisation. Die Entscheidung, ob ein Flugzeug enteist werden
muss, trifft der Kapitän.



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