Erster Emirates Airbus A380 ausgeliefert

Fluggesellschaft erhält Superjumbo drei Monate früher als geplant

05.08.08

Neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte von Emirates: Die in Dubai beheimatete Airline hat heute ihren ersten A380 „Superjumbo“ im neuen Jürgen Thomas Airbus A380 Auslieferungszentrum in Hamburg-Finkenwerder in Empfang genommen.

Im Rahmen einer offiziellen Zeremonie wurde das Flugzeug an Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, Chairman & Chief Executive Emirates Airline and Group, übergeben. An den Feierlichkeiten nahmen weiterhin Tim Clark, President Emirates Airline; Tom Enders, Airbus President and CEO; Bruce Hughes, früherer Engine Alliance Präsident; Jürgen Thomas, der „Gründungsvater“ der A380, sowie 2.000 Mitarbeiter des Hamburger Airbus-Werkes teil, die an der Produktion der A380 direkt beteiligt waren. Neben 58 Flugbegleitern von Emirates, die symbolisch die Zahl der bislang von Emirates bestellten A380-Jets repräsentierten, nahmen nationale und internationale Medienvertreter, VIPs und weitere Gäste an den Feierlichkeiten teil.

Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al-Maktoum betonte, dass Emirates zwar nicht als erste Fluggesellschaft den Airbus A380 erhalte, jedoch vor acht Jahren als erstes das richtungweisende Flugzeug bestellt hat. Im Juli 2000 hatte Emirates als erste Fluggesellschaft eine Vertragsvereinbarung unterzeichnet und eine Anzahlung auf das weltweit größte kommerzielle Flugzeug geleistet. Die Bestellung umfasste damals sieben A380-Jets sowie eine Option auf fünf weitere Exemplare und hatte ein Gesamtvolumen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Bis heute hat die vielfach ausgezeichnete Airline insgesamt 58 A380 fest bestellt.

„Wir haben unser klares Bekenntnis zur A380 immer aufrecht erhalten“, stellte Seine Hoheit Sheikh Ahmed fest. „Unsere Investition in dieses Flugzeug überschreitet inklusive der Triebwerke und der Kabinenausstattung 32 Milliarden US-Dollar, davon wurden alleine 12 Milliarden US-Dollar in Deutschland ausgegeben. Wir gratulieren Airbus, ein Flugzeug gemäß dem Slogan „greener, cleaner, quieter, smarter“ konstruiert zu haben.“

Bei der Übergabe der A380 an Seine Hoheit Sheikh Ahmed betonte Tom Enders die Schlüsselrolle von Emirates bei der Entwicklung und Auslieferung des neuen Flugzeugtyps: „Wir schätzen das Vertrauen, dass Emirates gegenüber Airbus demonstriert hat“, so Enders.

Die A380-Jets von Emirates sind mit Engine Alliance GP7200 Triebwerken ausgerüstet, die im Vergleich zu anderen Antriebssystemen jährlich weitere 500.000 Liter Kerosin pro Flugzeug einsparen.

Engine Alliance Repräsentant Brian Hughes betonte die Umweltverträglichkeit der GP7200 Triebwerke. „Die Gründungsväter der A380 berücksichtigten den Wunsch der Öffentlichkeit nach ruhigeren Flughäfen, weniger Emissionen und einem freieren Luftraum. Stärker als jede andere Airline der Welt hat Emirates diese Visionen mitgetragen.“

Die von Emirates eingesetzten A380 werden lediglich 3,1 Liter Treibstoff auf 100 Passagierkilometer verbrauchen. Weniger als das Hybridfahrzeug „Prius“ von Toyota, das 4,4 Liter auf 100 Kilometer benötigt. Die A380 wird zudem sämtlichen „Phase Drei“ und geplanten „Phase Vier“ Lärmpegelstandards der EU gerecht.

Nach der Zeremonie stellten Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al-Maktoum und Tim Clark, President Emirates Airline, das mit Spannung erwartete Kabinendesign der drei Klassen vor: die First Class mit 14 Suiten, die Business Class mit 76 Sitzen und die Economy Class mit 399 Sitzplätzen.

Emirates hat viel in die Innenausstattung investiert, um die A380 zum komfortabelsten Flugzeug überhaupt zu machen. Das Kronjuwel des neuen Flugzeuges ist ein Dusch Spa in der First Class, bestehend aus zwei vollständig ausgestatteten Bädern inklusive Duschkabinen.

Emirates hat zugleich ihre Business Class Lounge im Oberdeck vorgestellt, die von Passagieren der First- und Business Class genutzt werden kann. Die Lounge wurde im Stile eines „Executive Club“ gestaltet. Ein weiterer Aufenthaltsbereich und eine Bar für First Class Fluggäste befinden sich im vorderen Teil des Flugzeuges auf dem oberen Deck.

Auch in der Economy Class Kabine werden Fluggäste deutliche Veränderungen bemerken. Am auffälligsten sind die geraden Wände, die den Eindruck von mehr Platz erwecken. Dieses Merkmal sowie das verbesserte Beleuchtungssystem und ein deutlich ruhigeres Kabinenumfeld ermöglichen einen entspannten Schlaf und verringern den Jet-Lag.

Die Emirates Kabinenbesatzung der A380 wurde am neuen Crew Training College in Dubai intensiv geschult. Erstmals hat Emirates „Cabin Service Assistants“ trainiert, die für die Dusch Spas verantwortlich sind und sie stets in einem tadellosen Zustand halten.

Mit der Auslieferung der ersten A380 an Emirates vergrößert sich die Flotte der Airline auf 118 Flugzeuge, darunter 108 Passagier- und zehn Frachtflugzeuge.

Emirates erwartet fünf Superjumbos im laufenden Finanzjahr, das am 31. März 2009 endet. Die übrigen 53 Flugzeuge vom Typ A380 werden bis Juni 2013 ausgeliefert. Die ersten fünf Langstreckenflugzeuge mit jeweils 489 Sitzplatzen werden auf stark nachgefragten Strecken eingesetzt. Hierzu zählen New York, London Heathrow (ab 1. Dezember 2008) sowie Sydney und Auckland (ab 1. Februar 2009).

Emirates hat zwei weitere Versionen des Jets bestellt, eine Drei-Klassen-Konfiguration mit 517 Sitzplätzen für die Mittelstrecke sowie eine Zwei-Klassen-Konfiguration mit 604 Sitzen ebenfalls für die Mittelstrecke.

Auf seinem ersten kommerziellen Flug startet der Emirates Airbus A380 um 11 Uhr Ortszeit in Dubai nach New York zum John F. Kennedy International Airport. Die Landung in New York ist um 17 Uhr lokal geplant. Der Flug ist bereits komplett ausgebucht und wird zwischen 12,5 und 13 Stunden dauern. Eine Boeing 777, die ebenfalls auf der Strecke eingesetzt wird, benötigt für die gleiche Strecke 14 Stunden.



Emirates ist eine der am stärksten wachsenden Fluggesellschaften der Welt. Bis zum Jahre 2012 wird die Airline weltweit über 26 Millionen Passagiere befördern und die Flotte von derzeit 117 auf über 150 Jets anwachsen. Mit 58 festbestellten Jets vom Typ Airbus A380 ist sie der größte Kunde des neuen Superjumbos. Das Streckennetz der für ihren Bordservice vielfach ausgezeichneten Fluggesellschaft umfasst 101 Destinationen in 61 Ländern. Emirates fliegt seit über 20 Jahren ab Deutschland und bietet täglich jeweils zwei Nonstop-Verbindungen von Frankfurt, München und Düsseldorf sowie eine tägliche Nonstop-Verbindung von Hamburg zum internationalen Drehkreuz der Airline in Dubai an. First und Business Class Passagieren steht ein kostenloser Emirates Chauffeur-Service an vielen weltweiten Flugzielen zur Verfügung. Weitere Informationen unter emirates.de.


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