Reise nach Armenien

Der Reiz des Unbekannten

01.04.11

Jeder kennt sie, die „Frage an Radio Eriwan …“, doch auf der touristischen Landkarte ist Armenien eher unbeachtet.

Und gerade dies machte den Reiz für uns aus, in das kleine Land im Kaukasus zu reisen. Was uns erwartete war absolut beeindruckend: Ein längst vergessenes altes Königreich mit unzähligen Kunstschätzen, fantastischen, touristisch noch kaum erschlossenen Landschaften und die ganz besondere Gastfreundschaft der Menschen.

Wir waren überrascht und total gegeistert, denn Armenien gilt mit seiner vielseitigen Geschichte als die Wiege der Christenheit – auch das war uns nicht bewusst.

Eingebettet in herrliche Landschaften schlummern stille Klöster unter stahlblauem Himmel. Zwischen bunten Blumen verstecken sich von Meisterhand kunstvoll gestaltete Kreuze, die Wahrzeichen dieses uralten geheimnisvollen Landes und die armenischen Klöster (zum Teil zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörend) zählen zu den schönsten der Welt … In Etschmiadsin, dem „Armenischen Vatikan“ und Sitz des Katholikos, des geistlichen Oberhaupts der Armenischen Apostolischen Kirche, hatten wir die Möglichkeit in einen Gottesdienst hineinzuschauen.

Eriwan, eine der ältesten Städte der Welt und armenische Hauptstadt hat seit dem Ende der Sowjetzeit einen großen Sprung nach vorn gemacht. Es herrscht Aufbruchstimmung. Der Platz der Republik mit seinen Prachtbauten aus rosa Tuffstein erstrahlt in neuem Glanz.

Doch Eriwan allein ist nicht Armenien, erst eine Fahrt in das Landesinnere ließ uns die zahlreichen Facetten erfahren und trug zu einem besseren Verständnis bei. Das Hinterland ist ursprünglich, in den kleinen Dörfern scheinen die Uhren einen Tick langsamer zu gehen, und man fühlt sich in vergangene Zeiten zurückversetzt, nicht allein durch Stände mit Obst und Gemüse aus heimischem Anbau, die die Straßenränder säumen. Zum Mittagessen waren wir in einem Privathaus zu Gast und fühlten uns „wie bei Oma“ zu Hause und in Areni, dem Hauptort des Weinbaugebietes, besuchten wir eines der kleinen Weingüter, das heute als Familienunternehmen geführt wird.

So nah und doch so fern – der alles dominierende, schneebedeckte Ararat, Schicksalsberg der Armenier, begleitete uns bei traumhaftem Herbstwetter bis zum Ende unserer Reise. Auf unserer Tour durch das schroff-schöne Hochgebirgsland bewegten wir uns nicht nur zwischen Orient und Okzident sondern trafen dabei auf so manchen Kontrast. Das eben ist Armeniens neue Mischung: links ein Luxus-Label, rechts ein Lada.

Reisebericht von www.arte-reisen.com



Weitere Nachrichten













Hotels buchen bei hotel.de Buchen Sie Hotels von hotel.de bequem auf unserer Seite
» Hotelbuchung