Reisebericht

Wellness in Österreich

22.10.12

Das 4-Sterne-Superior Wellnesshotel „Die Übergossene Alm“ liegt im Salzburger Land oberhalb des Dörfchens Diensten im Pinzgau am Fuße des Bergmassivs Hochkönig auf einer Höhe von 1240 m und ist Mitglied der Kette „Best Wellnesshotels Austria“. Es verfügt über 84 Zimmer, inklusive 17 Appartements, eingerichtet im typischen Salzburger Stil.

Im „Hochkönigs Vitalreich“ erwartet den Gast auf 1700 qm eine ganze Welt voll Entspannung, Schönheit und Pflege, darunter acht Saunen (Bergkristall-Dampfbad, Laconium, Stubensauna, Kräuterbadl, Solegrotte, Teufelssauna, Familienkräutersauna, Infrarotkabine), Schwimmbad innen, zwei Naturbadeseen außen, Whirlpool, Erlebnisduschen, Ruhebereiche, einen speziellen „Raum der Sinne“ und die urige Sonnalm. Verwöhnen kann man sich mit besonderen Bädern, wie z.B. Buttermilchbad, Moorbad, Lavendel-Molkebad, Heublumenbad und anderen. Neben den klassischen Massagen gibt es auch die La-Stone-Therapie, Ayurvedische- und Wirbelsäulenbehandlungen, Kosmetikerinnen pflegen und verschönern mit Behandlungen nach Maria Galland, Barbor und Alpienne. Letzteres sogar mit Einreibungen und Wickel mit Murmeltieröl. Besonders erfreulich: Für männliche Freunde des Wohlgefühls gibt es spezielle Beauty-Pakete nur für den Mann. Wer Fitness und Sport sucht wird gut fündig, ein Fitnessraum mit den erforderlichen Geräten, eine Indoor-Golfanlage sowie für Tennisspieler zwei Indoor- und zwei Freiplätze. Die gibt es allerdings in Kürze nicht mehr, auf die Fläche dehnt sich der Wellnessbereich aus, da kann man auf Überraschungen gespannt sein. Wer sein Haupt nicht auf schnöde Kissen betten will, bestellt sich aus der reichen Auswahl ein Hirsekissen, oder ein Dinkelkissen, oder ein Buchweizenkissen mit Weinlaub oder andere.

Für die Wintersportfans liegt der nächste Lift direkt vor der Haustür und der bringt die Gäste in den Skiverbund Amadé mit seinen fast unendlichen Möglichkeiten. Wer seinen Kindern was Gutes tun will, nimmt sie mit und weiß sie im großzügigen und gut ausgestatteten Kinderbereich Sommer und Winter bestens versorgt. Geheizt wird das Hotel übrigens nachhaltig biologisch, dafür gibt es ein eigenes Hackschnitzelwerk. Täglich werden geführte Wanderungen angeboten, so kann man gut geführt die schöne Umgebung kennen lernen. Weitere Angebote findet man in der täglichen „Almpost“ auf dem Frühstückstisch.

Woher kommt aber der merkwürdige Name des Hotels? Der Sage nach ließen sich Senner und Sennerinnen es früher hier zu gut gehen, neben der bösen Unmoral badete man in Milch, bewarf sich mit Butter, pflasterte die Wege mit Käse usw. Einen alten Mann, der um Essen und Lager bat, aber schickte man weg. Das missfiel dem Himmel, er ließ es mächtig regnen und sofort gefrieren, aus war es mit der Sünde.

Partiell kann man die guten Dinge heute wieder im Wellness-Bereich erleben. Oder auch bei einer „Küchenparty“, wo die Köche zeigten, was sie so drauf haben. Schade, dass das nicht immer beim Essen in Restaurant spürbar war. Der Weinkeller ist gut bestückt, bei der „Kellerwanderung“ konnte man das erkennen, wenn auch beim Probegläschen der Ausschank durch den Chef doch recht gönnerhaft war. Verbesserungspotential sehe ich partiell auch noch beim Personal im Restaurant. Das familiengeführte Hotel bietet ansonsten eigentlich alles, was zu einem schönen Urlaub mit Zielrichtung Wellness gehört, die Preise sind vernünftig. (www.uebergossenealm.at)

Ausflugsmöglichkeiten in der Nähe:

Die gibt es genug in der Nähe, eines sollte man unbedingt machen: Von Mittwoch bis Sonntag hinauf zur lustigen Heidi auf die Alm Schweizerhütte bei Mühlbach. Dort macht der urige Gold- und Bronzegewinner der Käseolympiade 2008 in Galltür Pauli Kreuzberger nur aus Rohmilch jeden Tag einen Laib Käse, Camembert, Wintersennkäse, Almkäse oder Mandelwandkäse, der nach 4 bis 8 Wochen reif ist. Der Bergbauernparmesan braucht dafür schon 16 Wochen. Wenn man darauf nicht warten möchte, kann man den Käse auch hier kaufen oder essen und jeden Donnerstag gibt es wunderbares Käsefondue. Mit der Milch und dem Käse der Alm stellt man unten im Dorf auch köstliche Schokolade her, die es natürlich auch bei Heidi oben gibt. Kinder fühlen sich hier wohl, es gibt Murmeltiere zum angucken, Ziegen und Schafe zum anfassen, ein zahmes Minischwein von doch beachtlicher Größe und mehr. Heidi´s Hütte liegt direkt hinter dem Hotel „Arthurhaus“ mit seiner interessanten und beachtenswerten 130 Jahre alten Geschichte (www.arthurhaus.at/sennerei-schweizerhuette).

Hotel „MAVIDA“

Das 4-Sterne-Superior Balance & Spa Hotel „Mavida“ liegt im Ortsteil Schüttdorf am Rand von Zell am See im Salzburger Land. Es gehört zur Kette „Best Wellneshotels Austria“. Von außen völlig unscheinbar, birgt es doch im Inneren alles, was das Herz des Gastes höher schlagen lässt, sehr modern, schlichtes, auf das Erforderliche reduziertes Design, aber gerade dadurch dem Gast zugewandt. In warmen Farben drückt sich ein Lebensgefühl aus, das gut essen und trinken, entspannen und das Leben genießen, in den Vordergrund rückt. Und genau das ist auch die Philosophie des Hauses: „Ich schließe mein Augen um zu sehen, damit das, was wir berühren, uns im besten Sinne berührt“.

Es hat 43 Zimmer und 4 Suiten in stilvollem Design, gefertigt vorwiegend aus regionalen Werkstoffen wie Holz, Leder und Schiefer, Weiß, Beige, Erd- und Rottöne dominieren. Fließende Übergänge von Wohn-, Schlaf- und Badezimmer heben Raumgrenzen auf und schaffen ein harmonisches Ambiente. Das ist wirklich gut gelungen, sofort fühlt man sich angenehm wohl, sehr schön der Blick vom Bett auf die Berge.

Im Wellnessbereich, der ein wenig dunkel geraten ist, finden sich finnische Sauna, Bio-Kräuter-Sauna, Tepidarium, Kneippanlage, Indoor- und Outdoor-Pool, Ruhe- und Aufenthaltsräume mit temperierbaren Wasserdoppel- bzw. Einzelliegen, ein Relax-Room und ein Silence-Room mit Wasserinstallation. Es gibt überaus viele Duschen, die könnte man reduzieren, um noch ein bis zwei weitere Saunaarten zu installieren. Besondere Highlights sind die Private-Spa-Suites mit Bio-Sauna, Wet-Table, Partnerbadewanne, Ruhebereich und Partnermassageraum, ein offenes Floatingbecken mit 26% Sole für ein schwereloses Schwebegefühl, sowie die Blue Box. Da begebe ich mich gleich hinein, lege mich auf eine anatomisch geformte Schaukel-Liege und versinke nach ganz kurzer Zeit in einen Alpha-Zustand, eingehüllt von Klangwolken, massiert von feinen Schwingungen, sanfte Wärme löst Anspannungen und das Zusammenwirken von Klang, Vibration und Energie führt zu einer überaus angenehmen Tiefenentspannung, aus der man gar nicht wieder hinaus will.

Natürlich gibt es auch ein Fitness Center mit modernen Geräten, Angebote wie Pilates, Qi Gong oder Joga stehen auf dem Balance Programm, interessant das Angebot an Mental Balance wie Thai Joga, Kinesiologie, Reiki-Energiearbeit, energetische Heilarbeit wie Barbara Brennan Healing-Science und vieles mehr. Spezielle Massagen für die Frau und „Männer in Bestform“ gibt es natürlich auch, Beauty-Finishing und Make Up, Maniküre, Pediküre fehlen nicht. Tatsächlich ist das Angebot noch viel größer und hier gar nicht im Einzelnen darstellbar. Da braucht es schon viel Zeit und Muße, um für sich das Passende zu finden und genau da hilft der herzliche und überaus kompetente Beratungsstab, nicht umsonst gab es, neben vielen anderen Auszeichnungen, dafür den renommierten Gala Spa Award oder die Auszeichnung „Österreichs Hotel des Jahres 2011“.

Womit wir auch gleich beim Restaurant sind, denn da häufen sich die Prämierungen wie 2 Hauben beim Gault Millau, 83 Punkte beim Falstaff Gourmetclub, Goldene Servicekrone 2011, und das völlig zu Recht! Im Mavida Restaurant bedeutet Essen nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch Freude für die Seele. Dafür sorgt Küchenchef Dirk Selle und seine kompetenten und versierten Mitarbeiter, denen man bei der Zubereitung zuschauen kann, entweder durch ein Fenster, meistens aber bitte sie den interessierten Gast gleich in die Küche, wo man sich die kleinen Kniffe und Tricks abschauen kann. In den raffinierten Rezepten verbinden sich Tradition und Innovation in überraschenden Kreationen zu anspruchsvollen Köstlichkeiten, denen man nicht widerstehen kann. Ein kurzer Auszug aus zwei Abendessen: Cremesüppchen von der Courgette mit gebackenen Walnuss-Roqueforttäschchen (allein von denen hätte ich den Abend leben können), Zweierlei vom Pinzgauer Hirschkalb (grandios aus einem Stück zwei völlig verschiedene Geschmacke zu zaubern), Lachsfilet auf Koriander-Ingwercreme mit Avocado und Grapefruit, Wildessenz mit schwarzen Nüssen und marinierten Vogelbeeren (ich dachte immer, die seien giftig, schade das die Tassen so klein waren), Seeteufel auf Rotweinrisotto mit Karottenspagetti und Petersilienschaum (teuflisch gute Kombination), Kokos Créme Brulée mit Bananen-Croustillant und Mango-Kiwi-Salat, Weißbier-Tiramisu mit Basiser-Haube, Zwergorangen-Confit und Vanille-Kürbis-Eiscreme. Da muss man nicht mehr viel sagen, nur trinken, der passenden Wein kommt, kompetent empfohlen, aus dem begehbaren Glaskubus mitten im Restaurant, schöne Idee.

Die Bar & Lounge mit offenem Kamin ist gemütlich, allein die große Auswahl der erlesenen Getränke, besonders der vielen Edel-Obstbrände, hindern daran, sich aufs Zimmer zurück zu ziehen. Bei entsprechendem Wetter kann man das alles auch auf der großen Freiterrasse genießen. Nach gut 20 Minuten Fußweg gibt es am Ufer des Zeller Sees noch einen privaten Strand mit Strandhaus. Für das große Angebot und die angenehme Freundlichkeit halten sich die Preise im Rahmen und sind insgesamt erträglich. Genuss, Wohlgefühl, Lebensfreude, Ruhe, Geborgenheit, Gastfreundschaft, kurz: glücklich; so kann man das Gefühl beschreiben nach einem schönen Tag im Mavida. ( www.mavida.at )

Ausflugsmöglichkeiten in der Nähe:

Die Stadt Zell am See bietet schöne Möglichkeiten zum Spazierengehen oder zum Einkauf in der Fußgängerzone. Zur Erholung unbedingt Kaffe und Kuchen genießen auf der schönen Seeterrasse des „Grand Hotel“ zu zivilen Preisen.

Nicht weit entfernt bietet die „Liechtensteinklamm“ ein grandioses Naturschauspiel mit tosenden Wasserfällen und reißenden Wassermassen, die durch eine sehr enge Schlucht toben. So eng und tief eingeschnitten, das man manchmal kaum den Himmel sieht. Festes Schuhwerk und Regenkleidung sollte auf den Brücken, Stegen und kleinen Tunneln dabei sein. Gute Parkmöglichkeiten.

In eine faszinierende Welt aus Eis und Wasser führt die Fahrt hinauf auf über 2000 m zu den „Kaprun Hochgebirgsstauseen“. Zurzeit geht das nur mit dem Bus und das ist leider mit 19 € pro Person viel zu teuer, die Busfahrt allein ist aber schon ein Erlebnis. Oben entschädigt der grandiose Blick auf die beiden riesigen Staumauern am Mooserboden, das blau-grüne Wasser und die Eis- und schneebedeckten Berge der hohen Tauern, Großklockner und Kitzsteinhorn. Der Weitblick auf eine der schönsten Alpenlandschaften ist beeindruckend. Als Kind war ich hier schon einmal, da gab es viel mehr Eis- und Schnee zu sehen. Es wird halt überall gespart.

Hotel „ALPINA“

Das 4-Sterne-Superior-Hotel „Alpina, Wellness & Sporthotel” in St. Johann/Alpendorf im Salzburger Land erinnert im Stil etwas an die früheren angenehmen Grand Hotels und ist auch ein bisschen so. Es hat 57 Zimmer, 15 Suiten und 16 Appartements. Alle Räume entsprechen dem ausgezeichneten, österreichischen 4-Sterne Superior Komfort und bieten u.a. kuschelige Bademäntel, Frotteeslipper, Kinderbademäntel, Föhn, Kosmetikspiegel, Minibar, Kabel-Farb-TV, Telefon, Safe, kostenlos Internet surfen auf allen Zimmern. Schön essen kann man im Panoramarestaurant mit Schauküche, allerdings stehen manche Tische etwas eng, andere sind nicht besonders gut ausgeleuchtet. Gemütlich ist es in den beiden urigen Stuben, Zirbenstube und Gardestube. Für zwischen den Mahlzeiten oder einen Kaffee gibt es eine Pizzeria und das Bistro-Cafe mit herrlicher Sonnenterrasse.

Der schöne Wellnessbereich verfügt über ein Lagunen-Hallenbad mit Wasserfall, Whirlpool und Bodensprudel unter einer hohen Glaskuppel, das Becken ist so groß, das man hier richtig schwimmen kann, Kinderbecken separat. Draußen lockt die schöne Panorama- Liegewiese mit herrlicher Aussicht und vielen Liegen. Im Vitalgarten ist die Saunalandschaft mit Kräuter- und Finnischer Sauna, Dampfbad, Stubensauna, Solebad, Solarium, Infrarotkabine und direkt am Hallenbad eine Familiensauna. Natürlich gibt es die breite Palette der Wellness- und Gesundheitsprogramme wie Milchreis-Körper-Peeling, Steinölwickel, Thalasso-Meersalzbad, Schokoladen-Massage für Kinder, Entstauungs-Massage, Heublumenbad, Tropisches Monsunbad, Nachtkerzenölpackung, Manager-Treatment, alles kann man hier gar nicht aufzählen. Dazu kommt noch ein ganz spezielles abgetrenntes ASIAN Beauty & Spa mit Massagen und Kosmetik vom Feinsten mit besonderen Ingredienzien. Fitnessstudio mit Trainer, 2-Platz-Tennishalle, 12 Golfplätze in nächster Nähe & Golf-Simulator im Hotel ergänzen die Aktivitätsliste. Für Freunde der Natur gibt es geführte Wanderungen und Skifahren direkt vom und bis zum Hotel.

Besonders Eltern mit Kindern sind im Alpina gut aufgehoben, für täglichen Spaß und Action sorgt der Miniclub Kid´s Wonderland mit viel Betreuungspersonal und eigener Küche, für die ganz Kleinen schon ab 3 Monaten, Bewegungsraum mit Kletterwand, andere Programme wie Tennis 4 Kids, Swimacademy, Kinder-Golfwochen, ein Erlebnisspielplatz direkt vor dem Hotel, oben auf dem Berg der Geisterberg-Erlebnispark in herrlicher Panoramalage, sowie Familien Alm- und Picknickwanderungen.

Das kulinarische Angebot mit breiter Auswahl ist sehr gut, besonders am Abend das 5-Gang-Genießermenü lässt kaum Wünsche offen, tatsächlich kann man hier schon fast Gourmet-Niveau erleben. Themenbuffets bieten Abwechslung, die Edelfische und die Hirschsteaks am Grillabend waren grandios. Den passenden Wein dazu sucht der Chef, Herr Schwarz, aus dem eigenen Weinkeller aus, wöchentlich gibt es eine Besichtigung mit Verkostung und Erklärung, die von den Gästen sehr gut angenommen wird. Er hat eine profunde Auswahl von ca. 300 Sorten in ca. 10 000 Flaschen, ungefähr 65% Weißwein, 30% Rotwein und 5% Rosé, meist aus Österreich, aber auch anderen Weinländern, 3 Sorten aus Deutschland. Des Chefs Lieblingswein? „Top Couvée Rotwein Gabarinza 2002 Weingut Heinrich Burgenland“, eine wirklich gute Wahl, wie ich selbst anerkennend feststellen konnte. Gastfreundschaft, Komfort, freundliches persönliches Engagement und eine nette ungezwungene Atmosphäre machen einen Aufenthalt im Alpina Hotel sehr angenehm, dabei spielen auch die Preise vernünftig mit ( www.alpina-alpendorf.at) .

Ausflugsmöglichkeiten in der Nähe:

Mit der direkt neben dem Hotel gelegenen Seilbahn auf den 1787 m hohen Gernkogel fahren, schöne Aussicht genießen, wunderbar wandern, auf den Almterrassen relaxen und die Kinder freuen sich über die vielen abwechslungsreichen Attraktionen des „Geisterberg“.

Von Wolfgang Grüner



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