Urlaubsnebenkosten beim Wintersport

Wo die kleinen Extras zum Luxus

13.12.12

Die Winterferien werden schnell teurer als gedacht, wenn die kleinen
Extras die Reisekasse belasten. So zahlten Urlauber beispielsweise
für Spaghetti Bolognese im schweizerischen Zermatt mehr als 18 Euro
während sie dasselbe Gericht in Garmisch für unter 7 Euro bekamen.

17 Euro kosteten in Oberstdorf Leihski für einen Tag. Im
österreichischen Ischgl zahlte man mit 27 Euro deutlich mehr. Das
sind nur einige Beispiele des ADAC Preisvergleichs
"Urlaubsnebenkosten", für den in 24 beliebten Wintersportorten in
sieben europäischen Ländern Preise erhoben wurden.

Wer bei der Wahl des Wintersportortes das Preisniveau berücksichtigt,
kann Bares sparen. Denn die Preisunterschiede in Europas Skigebieten
für die Leihgebühr von Skiern oder Schlitten, für Sonnencreme, Cola &
Co. sind enorm. Testsieger im ADAC Vergleich wurde der Wintersportort
Spindlermühle ("sehr günstig") im tschechischen Riesengebirge, wo der
ADAC Warenkorb mit 31 Produkten und Dienstleistungen rund 225 Euro
kostete. Für die gleichen Produkte mussten Urlauber in Zermatt mit
gut 570 Euro weit mehr als das Doppelte bezahlen. Der Skiort im
schweizerischen Wallis ist damit Testverlierer. "Sehr günstig"
schnitten die deutschen Skiorte Oberwiesenthal, Bayrischzell und
Oberstdorf ab, immerhin noch "günstig" die Wintersportzentren
Oberstaufen und Garmisch-Partenkirchen.

Insgesamt wurden sieben Skiorte als "sehr teuer" (Zermatt,
Grindelwald, Samnaun, Ischgl, Lech und Val d'Isère) oder "teuer"
(Chamonix) eingestuft. Sechs Orte liegen im Durchschnitt. Immerhin
fünf Mal gab es aber auch das Urteil "günstig" und sechs Reiseziele
sind mit der Bewertung "sehr günstig" nach dem Geschmack der meisten
Urlauber.

Die Preisrecherche fand im Januar und Februar 2012 in Deutschland,
Österreich, Italien, der Schweiz, Frankreich, Polen und Tschechien
statt. Die Preise für die 31 Produkte in den fünf Kategorien
"Gastronomie", "Tagesbedarf", "Verleih", "Aktivitäten" sowie
"Zubehör" aus dem Warenkorb wurden jeweils im Ortszentrum sowie in
der Nähe der Liftstationen erhoben.

Wer unnötige Kosten im Urlaub vermeiden will, sollte teure Produkte
des Tagesbedarfs - wie etwa Sonnencreme - nicht zu Hause vergessen.
Der ADAC empfiehlt, auch die Ausrüstung vor der Abreise nochmals zu
überprüfen. Denn der Ersatzkauf von Skibrillen, -handschuhen oder
-socken kann ordentlich ins Geld gehen. Sparen können Urlauber, die
im Ort übernachten, hingegen häufig mit den Gästekarten. Viele
Wintersportorte bieten damit zahlreiche Vergünstigungen beim Skipass
oder auch bei anderen Aktivitäten an.

Quelle: ADAC



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