Reisebericht Kanada

Reise nach Neufundland

02.01.13

Die Insel gehört erst seit 1949 aufgrund einer Volksabstimmung zu Kanada.

Wer viel Natur liebt, ist hier genau richtig. Steilküsten, fjordähnliche Buchten, Hügelland, dem arktischen Klima angepasste Wälder, zergliederte Küsten und wenig fruchtbares Land kennzeichnen die Insellandschaft.

Eine artenreiche Tierwelt lebt in den unendlichen Weiten. Elche, Füchse Hasen und Millionen von Vögeln, insbesondere Papageientaucher und Tölpel, Dreizehenmöven, Trottellummen, Tordalken, Fischadler, Falken und Eulen wollen vom Vogelliebhaber entdeckt werden.

Um dieses von der Natur begünstigte Fleckchen Erde zu erreichen, ist ein Flug von Toronto nach St. Johns erforderlich.

St. Johns ist eine der ältesten und kulturell interessantesten Hauptstädte Nordamerikas. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist der Cabot Turm an der historischen Stätte Signal Hill. Von hier aus bietet sich ein Panoramablick über das Meer und den Hafen. Die Holzhäuser ziehen sich an steilen Straßen hoch und sind gelb, rot, blau und grün gestrichen. Sie vermitteln ein skandinavisches Flair.

Möchte man die Insel auf eigene Faust erkunden, ist das Mieten eines Leihwagens sinnvoll.

Von St. Johns bis zur Nordspitze sind es rund tausend Kilometer. Wirft man einen Blick auf die Landkarte, so sieht man, dass nur eine Straße von Süd nach Nord führt. Da in Kanada generell ein Tempolimit von 100 km/Stunde besteht, kann man beim gemächlichen Fahren ohne viel Verkehr die ursprüngliche Natur bewundern. Immer wieder leuchtet links und rechts des Weges die Oberfläche der unzähligen Seen zwischen den Wäldern auf. Wie ein Schweizer Käse ist die Insel damit durchlöchert. Einfach den Wagen anhalten und durch die Natur wandern ist nicht möglich. Es gibt viele Nationalparks, in denen Wege angelegt sind und die dem Besucher die Natur erschließen. Da sind Holzstege über sumpfreiches Gebiet errichtet. Der Blick geht in undurchdringliches Dickicht oder auf eine artenreiche Pflanzenwelt. Die wilde kanadische Orchidee fühlt sich wohl in Feuchtgebieten und blüht in einem dunklen Lila.

Ein Höhepunkt ist der Besuch des Gros-Morne-Nationalparks. Hier befindet sich der höchste Berg, der ca. 800 m hohe Gros Morne. Fantastische geologische Formationen prägen die Landschaft.

Die östlichste Stelle der Insel ist Cape Spear. Hier trifft der erste Strahl der aufgehenden Sonne Nordamerika. Und hier haben auch die Wikinger um Tausend nach Christus als Erste den Fuß an Land gesetzt. Eine historische Gedenkstätte stellt dieses Ereignis eindrucksvoll dar. Von hier aus und in der gesamten nördlichen Region sind vorbeiziehende Eisberge und Buckelwale zu sehen.

Ein Aufenthalt von 14 Tagen ist zu empfehlen. Unterkünfte sollten vorher gebucht werden, da das Angebot begrenzt ist

Lachs, Hummer und frischer Kabeljau stehen auf jeder Speisekarte und sind empfehlenswert. Weniger gut sind die US-amerikanischen Fastfoodketten.

Die Bevölkerung ist ausnehmend freundlich, höflich und hilfsbereit. Mit allen kommt man schnell ins Gespräch Sie sind sehr stolz auf ihre Insel und freuen sich besonders, wenn man im Gespräch Interesse an Land und Leuten zeigt.
Autor: Franz Muckel



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