Hoteltipp

Viverde Hotel Las Tirajanas Gran Canaria

16.05.13

Das Wasser im halb überdachten Pool ist angenehm temperiert, es ist sieben Uhr früh und dann doch etwas kühl, als ich eine halbe Stunde später raus gehe. Schließlich sind wir hier in knapp 1000 m Höhe und um die fast 2000 m hohen Berge der Insel Gran Canaria ziehen Wolken, die auch mal ganz plötzlich das Hotel umhüllen.

Dazu geht die Sonne auf, eine wunderbare Stimmung am frühen Morgen und ganz besonders abends bei einem Drink auf der Hotelterrasse mit der fantastischen Aussicht auf die umgebenden Kraterwände des ehemaligen Vulkans bis hin zum Meer. Endgültig wach werde ich unter der Dusche, das Wasser ist eiskalt, sicher eine probate Erfrischung, wenn es im Sommer hier richtig heiß wird. Fit für das Frühstück das in reichhaltiger Auswahl und Frische im Restaurant wartet, aus dem die Aussicht genauso grandios ist, wie von der Terrasse. Überwiegend gesunde Produkte der regionalen Küche mit biologischem Schwerpunkt, mit hauseigenen Produkten wie Olivenöl, Milch, Käse oder Kräuter aus dem hoteleigenen Garten. Die und der überraschend gute Wein kommen von einem eigenen Gut ganz in der Nähe des Hotels, die kann man auch kaufen und so ein bisschen Urlaub mit nach Hause nehmen.

Das Viverde Hotel Las Tirajanas auf Gran Canaria in 920 Metern Höhe bietet seit November 2012 beste Voraussetzungen, die Natur aktiv und bewusst zu erleben. Es ist eines von vier Hotels der neuen TUI Hotelmarke für „Naturaktive“ – Menschen, die sich nach Natur und Ruhe sehnen. Das Vier-Sterne Hotel liegt umgeben von Bergen in San Bartolome de Tirajanas, etwas mehr als eine halbe Stunde entfernt vom Flughafen. Die Anlage bietet mit nur 60 schön und landestypisch eingerichteten Zimmern mit Balkon eine besondere Atmosphäre mit individuellem Flair. Durch ihre Lage eignet es sich ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung.

Und die machen wir nach dem Frühstück, steigen mehr als zwei Stunden auf kaum erkennbaren Pfaden auf und ab, es ist anstrengend, aber machbar. Besonderen Spaß haben die beiden Hunde des freundlichen Hoteldirektors Francisco Morales, hier können sie sich so richtig austoben. Der kundige Wanderführer zeigt uns Höhlen der Ureinwohner, bringt uns Pflanzen und Bäume näher, wir sammeln die Tannenzapfen der riesigen Kiefern, er erklärt Bodenstrukturen und vieles mehr, denn Naturaktivitäten und -erlebnisse stehen bei den Viverde Hotels im Vordergrund. So zählen mindestens vier kostenlose Naturerlebnisse pro Woche zum Programm. Im Viverde Hotel Las Tirajanas haben die Urlauber die Auswahl zwischen einer zweieinhalbstündigen Wanderung von San Bartolome de Tirajanas bis nach Cruz Grande, einem Aloe Vera Workshop, einer Weinverköstigung sowie einem Geocaching-Ausflug. Das Hotel dient zudem als Standorthotel für die ASI Erlebniswandern-Reise „Gran Canaria – Perle im Atlantik“. Bestens ist es auch geeignet für Radler, die Straßen sind gut, ständig geht es bergauf und –ab, Kurven ohne Ende. Ein Traum auch für Motorradfans. Abseits der Straßen bietet das Gelände genug Nervenkitzel für geübte Mountainbikefahrer .

Mit Viverde hat TUI zur Sommersaison 2012 eine neue Hotelmarke kreiert, die sich an naturaktive Urlauber richtet. Mit dem neuen Konzept soll die Sehnsucht der Bundesbürger nach Natur und Ruhe gestillt werden. Paare und Singles zwischen 30 und 70 Jahren werden genauso angesprochen wie naturaktive Familien. Hohe Umweltstandards bei Unterkunft und Verpflegung, eine gesunde, regionale Küche und Entspannung im Wellness-Bereich sind wichtige Bestandteile der Viverde Philosophie. Aktuell sind vier Hotels buchbar – in Italien, der Türkei, auf Gran Canaria und in Deutschland. Am 1. Mai eröffnet das erste Hotel der Viverde-Familie in Deutschland, direkt an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Es sind kleine Hotels mit 50 bis maximal 250 Zimmern im landestypischen, individuell harmonischen Stil, angesiedelt im Drei- bis Vier-Sterne Bereich. Die Lage inmitten der Natur und Gartenanlagen mit privaten Ruheplätzen sind Grundvoraussetzung. Schonung und Bewahrung aller Ressourcen spielt darüber hinaus eine große Rolle. So müssen alle Hotels der Marke mit dem TUI Umwelt Champion ausgezeichnet sein. Bis 2015 soll das Portfolio auf 10 Viverde Hotels wachsen, an mehr ist vorerst nicht gedacht.

Der Nachmittag gehört dem Besuch der eben erwähnten Bodega, eine Wein- und Olivenölverkostung runden den Tag ab. Natürlich gehört dazu auch eine Probe des besonderen Käses der Insel, denn auf eine besondere kulinarische Köstlichkeit stößt man im Norden Gran Canarias. Hier wird der Queso de Flor, der Blütenkäse, produziert. Hier – das sind die Gemeinden Gáldar, Moya und Santa María de Guía de Gran Canaria. Vor wenigen Jahren ist es diesen gelungen, für ihren Käse eine Ursprungsbezeichnung zu erreichen. Seither darf ein Käse nur dann als Queso Flor de Guía bezeichnet werden, wenn er aus einer der drei Gemeinden stammt und zwischen Januar und Juli hergestellt wurde. Seinen Namen verdankt der Blütenkäse einer ganz besonderen Zutat, dem Blütensaft der wilden Artischocke. Deren Blütenblätter werden in Wasser gelegt und der auf diese Weise gewonnene Saft wird darauf hin für die Gerinnung verwendet. Dies allerdings macht die Käseproduktion wesentlich abhängig vom Lebenszyklus der wilden Artischocke. Deren Blüte fällt in die Monate April und Mai, da gibt es auch ein „Käsefestival“. Anschließend wird der Laib beispielsweise in einer Höhle auf ein Rohrgeflecht gestellt und dort täglich umgedreht, damit er rundum trocknet. Alle zwei Wochen bestreicht man ihn mit Olivenöl, um ihn innen zart zu halten. Den Käse gibt es in verschiedenen Reifegraden und schmeckt vorzüglich. Man sollte ihn auch auf den kleinen Märkten im Landesinneren kaufen, dort ist er noch ganz preiswert. In der Inselhauptstadt Las Palmas kostet er schon das Doppelte und gar mehr als das fünffache im Duty-Free-Shop im Flughafen. Sechs Kilo Käse traten mit mir die Heimreise an, das sollte man schon beim Kofferpacken zuhause einkalkulieren.

Später erfreuen wir uns am Wellness-Angebot des Hotels. Der Wellness-Bereich verfügt über Sauna und Whirlpool. Angeboten werden zudem mehr als 20 verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Therapien, dazu Hydrotherapie, Massagen, Gesichts- und Körperbehandlungen, wie z.B. Bombon mit Schokolade, Atlantis mit Kristallen, Abhyanga mit ätherischen Ölen, Pur Aloe mit frischem Aloe Vera (oder „Hallo Vera“, wie ein Kind sagte), Lava Peeling mit Vulkangestein oder Traditional Canary mit Honig, Mandelöl und Gofio, Entspannung und Erholung sind hier sicher. Auf zwei großen Sonnenterassen kann man die Sonne, die gute Luft und die herrliche Aussicht genießen. Der Außen-Pool mit direktem Zugang zum SPA-Bereich wird in der kälteren Jahreszeit zur überdachen Schwimmhalle.

Rechtzeitig fertig zum Abendessen freuen wir uns dann über das umfangreiche Buffet und die frisch zubereiteten Speisen. Auf Wunsch werden z.B. Thunfisch oder diverse Fleischsorten gegrillt, eine große Pfanne Paella vermittelt das typische spanische Gefühl, frische Salate die man mit vielen verschiedenen Sorten Öl und Essig selbst anmachen kann, viel Obst, Torten und Kuchen, diverse Käsesorten, natürlich die korrespondieren Weine dazu, für Wünsche bleibt da kaum noch Raum und sollte die es wirklich noch geben, sind der Küchenchef und der Hoteldirektor gerne bereit, diese zu erfüllen, Anregungen werden freundlich und dankbar angenommen.

Diese besondere Stimmung der Friedfertigkeit, der Gelassenheit und Ruhe ist überall im Hotel zu spüren, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, dem Gast besonders zugewandt, zeichnet das Personal und das außergewöhnliche Haus aus.

Eine Woche im Vier-Sterne-Viverde Hotel Las Tirajanas kostet inklusive Flug ca. ab 790 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension, Kinder von zwei bis sechs Jahren reisen ab 526 Euro, auf Sonderangebote sollte man achten.

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